MORGEN in Brandenburg

Werkstatt für Zukünfte

Ausstellungsprojekt vom 5. Februar bis 5. Juni 2022

Welche Themen bewegen die Brandenburger:innen heute? Wie wird das Land morgen aussehen? Und wer wird es gestalten?

An vielen Orten im Land entstehen schon heute vielfältige Perspektiven und neue Räume für das MORGEN. Grundsteine werden gelegt, Altes wird wiederbelebt und neu interpretiert. Unsere These lautet: Das ganze Land ist eine Werkstatt für Zukünfte! Lerne zivilgesellschaftliche Projekte und ihre Geschichte(n) und Visionen zwischen Land und Stadt kennen. Alle Beteiligten haben jeweils eine Frage mitgebracht, die sie mit Blick auf die Zukunft beschäftigt. Wir laden Dich ein, mit uns weiterzudenken und neue Fragen zu stellen.

Zukunft kann nur gemeinsam entstehen! Mitbestimmung und kreative Beteiligung spielen daher eine entscheidende Rolle für viele der rund 30 Partner, die sich hier präsentieren. Neben der Ausstellung erwarten Dich Workshops, Diskussionen, Vorträge und Performances.

Mach mit!

Du engagierst Dich selbst mit einer Gruppe für ein zukunftsrelevantes Thema? Dann sprich uns an und nutze die Werkstatt als Treffpunkt und Netzwerk: studio@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Infos und Angebote im Überblick

Öffnungszeiten und Eintritt

Öffnungszeiten
Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr
Donnerstag 11 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag, Feiertags 11 bis 18 Uhr
Feiertag 11 bis 18 Uhr
Montag geschlossen (außer an Feiertagen)

Eintritt
Für die Ausstellung und für die Veranstaltungen gilt ein freiwilliger Eintritt zwischen 0 und 6 Euro.

Materialpauschale für Workshops
5 Euro p.P.

 

Aktuelle Besuchsregeln

Für den Besuch des Ausstellungsprojekts, für die Teilnahme an Veranstaltungen, Workshops sowie Führungen (außer der Online-Führung) gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Bitte beachte ebenso den Mindestabstand von 1,5 m sowie die Maskenpflicht auch bei Veranstaltungen und Workshops.

Weitere Informationen findest Du in unseren Besucherinformationen.

Öffentliche Führungen

Mit den Kuratorinnen.

Termine
6. Februar 2022
6. März 2022
3. April 2022
1. Mai 2022
5. Juni 2022

Uhrzeit
jeweils um 15 Uhr, ca. 60 Minuten

Aufgrund einer begrenzter Teilnehmerzahl bitten wir um Anmeldung unter besucherservice@gesellschaft-kultur-geschichte.de

 

Online-Führung

Halbstündige Online-Führung mit den Kuratorinnen über Vimeo und Instagram Live.

Termin
28. April 2022

Uhrzeit
18 Uhr – Vimeo

20.15 Uhr -Instagram Live

Wie kann ich an der Online-Führung teilnehmen?

Über Vimeo

Über Instagram Live

  • Du benötigst einen Instagram-Account.
  • Folge unserem Kanal: www.instagram.com/hbpg.de
  • Nutze die App auf Deinem Smartphone, um unserer Führung live in der Story zu folgen.
Workshops

Winzig klein – riesengroß

Ohne Mikroorganismen gibt es weder heute noch MORGEN. In zwei Workshops machen wir Winziges sichtbar. Kinder ab 8 Jahren schnitzen mit Linolschnittmessern Mikroorganismen-Stempel. Jugendliche ab 12 Jahren erstellen eigene Mikroben-Sticker für den Messengerdienst Telegram. Ein Angebot für die ganze Familie.

Materialkostenpauschale: 5 Euro

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen bitten wir um eine Anmeldung unter studio@gesellschaft-kultur-geschichte.de

 

„Hallo Haus – was kannst Du uns erzählen?“

Hast Du schon die schillernden Papphäuser aus Słubfurt in unserer Werkstatt entdeckt? Im Workshop lernst Du Grundlagen der Programmiersprache Scratch. Mit einem MaKey MaKey verwandelst Du die Häuser in berührungsempfindliche Flächen und bringst sie zum Sprechen. Für Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren.

Materialkostenpauschale: 5 Euro

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen bitten wir um eine Anmeldung unter studio@gesellschaft-kultur-geschichte.de

 

SPUR.lab präsentiert: Erinnerung gestalten – welche Gestalt hat Erinnerung?

In diesem Workshop lernst Du verschiedene Aspekte von Erinnerungskultur kennen. Gemeinsam betrachten wir Aspekte des Nationalsozialismus in Brandenburg. Anschließend gestalten wir mittels 3D-Stiften Skulpturen, die zu einer gemeinsamen Ausstellung innerhalb der Werkstatt für Zukünfte wachsen. Für Jugendgruppen ab 16 Jahren.

Materialkostenpauschale: 5 Euro

Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahlen bitten wir um eine Anmeldung unter studio@gesellschaft-kultur-geschichte.de

 

Veranstaltungsflyer MORGEN - Werkstatt für Zukünfte
Kontakt zum Team

Andrea Wieloch - Projektleitung

Kathrin Haase - Assistenz

Pauline Recke - Workshops

Escape Room

Löst die Aufgaben, findet den Ausgang und befreit Euch selbst! Junge Menschen aus Beeskow und Falkensee haben für die Ausstellung einen Escape-Room entwickelt – eine spielerische Metapher für die eigene Lebenswirklichkeit.

Unter dem Titel #anbahnenundorten weisen Kinder, Jugendliche und ihr breites Kooperationsnetzwerk einmal im Jahr an Bahnstrecken und anderen Treffpunkten auf ihre Bedarfe und Systemrelevanz hin.

Der Escape Room kann von Gruppen mit drei bis fünf Teilnehmenden nach Voranmeldung gespielt werden: besucherservice@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Mindestalter: 12 Jahre.

Veranstaltungen

Mittwoch, 9.2.2022

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

You don’t know shit!

Donnerstag, 17.2.2022

Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

TRANSVISION

Alle Veranstaltungen anzeigen

Akteur:innen

#anbahnenundorten

Wie wollen Kinder und Jugendliche beteiligt werden?

Unter dem Titel #anbahnenundorten weisen Kinder, Jugendliche und ihr breites Kooperationsnetzwerk einmal im Jahr an den Bahnstrecken, auf den Bahnhofsvorplätzen, Marktplätzen, Parks und allen anderen Treffpunkten von Kindern und Jugendlichen in Brandenburg auf ihre Bedarfe und ihre Systemrelevanz hin. Dabei entstehen unter anderem Kultur- und Plakataktionen, Songs, Choraufführungen, Tanzperformances und Graffiti. Unterstützt werden die Kinder und Jugendlichen durch zahlreiche Initiativen und Vereine der Jugendarbeit im ganzen Land.

Graffiti Logo Anbahnen und Orten
Arbeitsgemeinschaft »Historische Dorfkerne im Land Brandenburg«, Potsdam

Wie können Dörfer ihre historische Baukultur für eine zukunftsfähige Entwicklung nutzen?

Die kommunale AG Historische Dorfkerne im Land Brandenburg” wurde 2005/06 unter der Schirmherrschaft der für Kultur und Landwirtschaft zuständigen Ministerien gegründet. Neben der engen Zusammenarbeit mit Kommunalverwaltungen und der Begleitung lokaler Projekte entsteht derzeit eine übergreifende baukulturelle Dorf-App als Orientierungshilfe für gutes Bauen und Gestalten unter Einsatz von Augmented Reality.

Mitglieder der AG in Hohenseefeld, 2020, Foto: AG Historische Dorfkerne

Mitglieder der AG Historische Dorfkerne mit einem Banner vor einem Haus
Betriebliche Begleitagentur bea-Brandenburg, Potsdam

Wie kann kulturelle Vielfalt in Betrieben gefördert werden?

Seit 2016 berät das Team der bea-Brandenburg Unternehmen. Entwickelt wurde die betriebliche Begleitagentur vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH, dem Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin-Brandenburg sowie der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e. V. Es wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie des Landes Brandenburg gefördert.

 

Ralf Junick, Inhaber der Genusswerkstatt und sein Mitarbeiter, 2021, Foto: Christina Heurig

Zwei Männer stehend in einem Restaurant
COCONAT — COmmunity and COncentrated work in NATure, Bad Belzig

Wie entsteht Gemeinschaft durch ortsungebundenes Arbeiten?

Bis zu 75 Personen arbeiten und leben im 1823 erbauten Gutshof in Dorf Klein Glien, circa fünf Kilometer von Bad Belzig entfernt. Als Mitiniatorin und Vorstandsmitglied der lokalen Entwicklungsinitiative Smart Village e. V. schieben die Coconauts eine Vielzahl von Projekten unter anderem im Bereich Bürgerjournalismus, App-Entwicklung und Mobilität an. Coconat ist zudem Mitgründerin des Netzwerks Zukunftsorte.

 

Coworking, 2017, Foto: Coconat

Ein langer Tisch aus Holz, an dem ein Mann und drei Frauen mit Laptop sitzen
Initiative Cottbus ´92

Wie können wir die Geschichte(n) rassistischer, antisemitischer und rechtsextremer Gewalt aufarbeiten?

Das Ausstellung COTTBUS 1992 wird anlässlich des 30. Jahrestags des Pogroms im August 2022 in Cottbus eröffnet und zeigt die Kontinuität rassistischer und rechter Gewalt in der Stadt. Realisiert wird das Projekt durch verschiedene Gruppen (Cottbus Postkolonial & Postsozialistisch, spot the silence) sowie Einzelpersonen aus Cottbus, Leipzig und Berlin.

Design+Robotics, Werder (Havel)

Welche Möglichkeiten bieten neue Technologien für die regionale Fertigung?

Sebastian Voigt ist mit seiner Firma Design+Robotics spezialisiert auf Forschung, Entwicklung und Service neuer robotergestützter Fertigungsverfahren für die Einzel- und Kleinserienfertigung. Seine Mikrofaktur sitzt in der traditionsreichen Vulkanfiberfabrik in Werder/Havel. Mit einem Master in Design von der Fachhochschule Potsdam und einem Master in Robotics and advanced Construction von der IAAC Barcelona ist er Teil eines lokalen wie internationalen Netzwerks.

 

Sebastian Voigt in der Mikrofaktur, 2021, Foto: Design+Robotics

Ein großer Roboterarm und ein Mann, der auf einem Tisch sitzt
Deutsches GeoForschungsZentrum, Potsdam

Wie bereiten wir uns auf immer häufiger auftretende Extremereignisse und Georisiken vor?

Das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) ist das nationale Zentrum für die Erforschung der festen Erde. Die Wissenschaftler:innen verstehen den Planeten als System mit ineinandergreifenden Vorgängen und Wirkungsketten. Die Forschung reicht vom Erdkern bis ins Weltall und soll dazu dienen, die Erde mit ihren natürlichen Ressourcen als sicheren Lebensraum auch für folgende Generationen zu bewahren.

 

Hochwasser in Grimma, 2013, Foto: Astrid Kran

Eine überflutete Stadt
Engagement Netzwerk Wiesenburg

Wie sieht die Zukunft in einem erweiterten Wiesenburg aus?

Im Hohen Fläming gestalten engagierte Menschen gemeinsam in eingetragenen und nicht eingetragenen Vereinen, informellen Gruppen oder ehrenamtlich tätigen Genossenschaften ihre Region. Engagement Netzwerk Wiesenburg setzt sich aus verschiedenen Partner:innen zusammen, die vor Ort aktiv sind. Dazu gehören LAG Fläming Havel e.V., Soziale Arbeit Mittelmark e.V., Smart Village e.V. und Partnerschaft für Demokratie (PfD) Hoher Fläming.

 

Mitmachkonferenz – beim Marktplatz, 2019, Foto: Heiko Bansen

Eine Gruppe vor Workshopwänden
EXPERI (IASS Potsdam, TU Berlin, DLR Institut für Verkehrsforschung)

Welche Erfahrungen machst Du mit Mobilität und Verkehr in Deinem Alltag?

EXPERI steht für „Die Verkehrswende als sozial-ökologisches Realexperiment“ und ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) Potsdam, der Technischen Universität Berlin und des DLR Instituts für Verkehrsforschung. Gemeinsam mit Praxispartnern arbeitet das interdisziplinäre Team daran, die Verkehrswende besser zu verstehen und zukunftsfähige Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

 

Barrierefreie Straßenbahnhaltestelle mit Bodenleitsystem in Frankfurt (Oder), 2020, Foto: Peter Schust

Eine cremefarbene Straßenbahn
Festival Klanglandschaften

Wie kann Musik den Klimawandel hörbar machen?

Zum Organisationsteam des Festivals Klanglandschaften gehören Dr. Gisela Nauck (Musikwissenschaftlerin), Uli Aumüller (Musik-Dokumentarfilmer), Elke Moltrecht (Kuratorin), Nina Rohlfs (Musikpädagogin) und Dag Lohde (Kulturmanager). Angesichts von Klimakrise und Artensterben rücken sie künstlerisch-musikalische Formate in den Kontext ökologischer Fragestellungen, weil sie sich um die Zukunft nachfolgender Generationen sorgen.

 

Abschlusskonzert AusFLUG Summter See, 2021, Foto: Sebastian Rausch

Mehrere Personen auf einer Wiese an einem See einem Konzert lauschend
Finizio – Future Sanitation, Eberswalde

Wie können Ernährungssicherheit, Klimaschutz, Ressourcenaufbau erreicht werden?

Finizio – Future Sanitation ist eine vierköpfige Crew, geführt vom Gründer und Absolventen der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde Florian Augustin. Gemeinsam entwickeln sie innovative Sanitärsysteme, mit denen eine wasserlose und hygienische Erfassung sowie effiziente Aufbereitung menschlicher Ausscheidungen ermöglicht wird. Im Juni 2021 startete Finizio mit anderen Partnern das Forschungsprojekt zirkulierBAR.

 

Humusdünger aus Inhalten von Trockentoiletten, 2022, Foto: Finizio – Future Sanitation

Zwei Hände voller Erde
Global nachhaltige Kommune Baruth/Mark

Wie können Städte die Nachhaltigkeitsziele umsetzen?

Seit Mai 2019 ist Baruth/Mark eine von wenigen Kommunen in Brandenburg, die sich der Agenda 2030 verschrieben haben und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umsetzen. Karsten Wittke ist als Koordinator für Kommunale Entwicklungspolitik in dieser Funktion zuständig für die Vermittlung von Nachhaltigkeit mit Blick auf lokale und globale Zusammenhänge. Die Städtepartnerschaft mit Murun in der Mongolei besteht bereits seit 2011.

 

Bürgerforum Nachhaltiges Murun, Workshop in Murun mit Baruth/Mark, 2020, Foto: Stadt Baruth/Mark

Viele Personen, die einen Zettel in der Hand halten
Hasso-Plattner-Institut: School of Design Thinking, Potsdam

Wie kann hybrides Arbeiten in der Zukunft gestaltet werden?

Die School of Design Thinking des Hasso-Plattner-Instituts ist die führende Einrichtung für Innovationsentwicklung mittels des Mindsets und der Methodiken des Design Thinking in Europa. Hier arbeiten Studierende im Rahmen ihrer Zusatzausbildung an Aufgabenstellungen (Design Challenges) aus Wirtschaft und Gesellschaft mit nationalen und internationalen Kooperationspartner:innen zusammen. In den letzten 14 Jahren wurden so über 350 Projekte realisiert.

 

Die 3 Kernelemente des Design Thinkings, Foto: School of Design Thinking

Eine Zeichnung der drei Kernelemente des Design Thinking
Kollektiv Nachhaltige Kultur

Wie entsteht ein nachhaltiges Stadt-Land-Gefüge und was kann die Kunst dazu beitragen?

Das Kollektiv Nachhaltige Kultur sind: Adrienne Goehler (Kuratorin und Autorin), Franziska Pierwoss (Künstlerin), Dr. Nana Karlstetter (Projektentwicklung und Landnutzungskonzepte), Anne Schneider (Regisseurin) und Fabian Larsson (Dramaturg). Sie eint die Überzeugung, dass die aktuellen klimatischen und gesellschaftlichen Herausforderungen nur über neue gesellschaftliche, wissenschaftliche, ökonomische und soziale Verknüpfungen zu beantworten sind.

 

Das Kollektiv Nachhaltige Kultur und Gäste beim digitalen Piloten von TRANSVISION: Prototypen OderlandBerlin, 2021, Foto: Anne Schneider

Acht Personen in einem digitalen Meeting
Landesjugendring Brandenburg e. V.

Warum engagierst Du Dich ehrenamtlich?

Der Landesjugendring Brandenburg e. V. wird 1990 als Arbeitsgemeinschaft der landesweit tätigen Jugendverbände sowie Stadt- und Kreisjugendringe gegründet. Er vertritt die Interessen von Kindern und Jugendlichen gegenüber Politik und Öffentlichkeit und engagiert sich in Fragen der Jugendpolitik und demokratischen Bildung sowie der Lebenssituation junger Menschen. Eine Einrichtung innerhalb des Landesjugendrings ist die Fach- und Servicestelle Juleica.

Leonardo Da Vinci Campus, Nauen

Wie nachhaltig ist eine digitalisierte Gesellschaft?

Der Leonardo Da Vinci Campus ist eine Bildungsstätte, die ein umfassendes, ineinandergreifendes pädagogisches Konzept vom Kindergarten über die Grundschule, den Hort, die Gesamtschule, das Gymnasium und das angegliederte Wohnheim anbietet. Das Projekt “Meine Stimme für eine nachhaltige Digitalisierung” besteht aus sieben 13 bis 14- jährigen Schüler:innen. Sie sind Teil der Schülerfirma Black Cam Media, die Kurzfilme und Werbespots produziert.

museum oder-spree

Wie ermutigt der Blick auf die Vergangenheit, die eigene Zukunft zu gestalten?

Das Beeskower Museum „museum oder-spree“ entsteht 1906 anlässlich eines Stadtfestes, wird über beide Weltkriege gerettet, ab 1953 unter “Biologisches Heimatmuseum” geführt und 40 Jahre später als Einrichtung des Landkreises Oder-Spree wiedereröffnet. 2018 erfolgt ein Neuanfang als museum oder-spree. In den Fokus rückt die zeitgenössische Alltagskultur der Region und das 20. Jahrhundert, dessen wichtigste Zäsur, das Jahr 1945, sich in die Landschaft eingeschrieben hat.

 

Blick in die Jahresausstellung „haben und brauchen“, 2021, Foto: Stefan Graefe

Ein Blick in einen Museumsraum mit Glasvitrinen und Objekten
Museum Utopie und Alltag

Wie entstehen aus der Zukunft von Gestern überzeugende Bilder für die Stadt von Morgen?

Das Museum Utopie und Alltag vereint das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt und das Kunstarchiv Beeskow. Mit seinen Sammlungen zur Alltagskultur, zur bildenden und angewandten Kunst sowie zum Laienschaffen bewahrt und vermittelt es einen außergewöhnlichen Bestand zur Kulturgeschichte der DDR.  Am Museumsstandort Eisenhüttenstadt – der ersten Planstadt der DDR und heute Deutschlands größtem  Flächendenkmal – treten Architektur und Städtebau hinzu.

 

Sonderausstellung „Ohne Ende Anfang. Zur Transformation der sozialistischen Stadt“, 2021, Foto: Kevin Fuchs

Ein Blick in einen Ausstellungsraum
Netzwerk Zukunftsorte e. V., Prötzel

Wie können wir gesellschaftliche Transformation im ländlichen Ostdeutschland gemeinwohlorientiert und nachhaltig gestalten?

Das Zukunftsorte-Team setzt sich aus Menschen mit vielfältigen Erfahrungen und Expertisen zusammen. Alle eint die Begeisterung für die Möglichkeiten zur Entwicklung neuer ländlicher Zukünfte und die Freude an Austausch und Zusammenarbeit mit jenen, die den Aufbau konkreter Orte vorantreiben. Viele der Macher:innen wohnen selbst in Zukunftsorten. Das Netzwerk wächst beständig, zurzeit gehören circa 15 Brandenburger Zukunftsorte dazu.

Netzwerk Zukunftsorte e.V.

 

Kernteam, 2021, Foto: Karina Piersig

Vier Frauen und ein Mann vor einer alten Scheune
Oderbruch Museum Altranft

Wie schaffen wir gemeinsam ein Wissen von unserer Region?

Im Oderbruchmuseum arbeiten 10 bis 100 Menschen – je nach Zählweise. Das Team ist um wenige Festangestellte herum so aufgebaut, dass Menschen aus Kunst, Kultur, Heimatvereinen, Landwirtschaft, Handwerk und Verwaltung hier ein und ausgehen, Ideen einbringen und ihre Rolle finden. Alle tragen etwas bei: Der Hausmeister hilft beim Ausstellungsbau, die Besucherbetreuerin schreibt Texte für den Jahresbericht und die Ortsvorsteherin arbeitet im Vorstand.

 

Premiere des jährlichen Werkstattbuchs in der Galerie, 2021, Foto: Oderbruchmuseum

 

Ein Mann vor einer Wand mit schwarzweiss Bilder vor einem Publikum stehend
Schloß Trebnitz Bildungs- und Begegnungszentrum e. V.

Was braucht der ländliche Raum? Und wie können Veränderungen gestaltet werden, die zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und wirklich gewollter Innovation beitragen?

Der Campus Schloss Trebnitz umfasst etwa ein Dutzend denkmalgeschützte Gebäude einer alten Gutsanlage, deren historisch wertvolle Substanz erhalten werden konnte, um ein zukunftsweisendes Nutzungsmodell mit vielfältigem Angebot zu schaffen. Inmitten eines 350-Seelen-Dorfes in Ostbrandenburg liegt der kreative Begegnungs- und Lernort, der sich als Schnittstelle zwischen Bildung, Kunst und Wissenschaft fortwährend weiterentwickelt und in die Region ausstrahlt.

 

Drohnenaufnahme des Campus, 2021, Foto: Jakub Jasiczak

Ein kleines Gutshaus mit einem großen Garten und zwei Nebengebäuden
Slubfurt e. V., Frankfurt (Oder)

Gibt es ein Land, das keinen Menschen durch Grenzen oder Gesetze davon abhält, am politischen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen?

Warum definieren wir uns eigentlich über Grenzen, fragt sich der Künstler Michael Kurzwelly und gründet 1999 die Stadt “Słubfurt”. Aus der einstigen Kunstaktion ist längst ein Verein und ein grenzüberschreitendes Projekt geworden. Fester Treffpunkt ist der Brückenplatz in Frankfurt/Oder. Die Aktivitäten des Vereins kennen selbstredend keine Grenzen.

 

Parlamentssitzung auf dem Brückenplatz, 2019, Foto: Michael Kurzwelly

Viele Menschen auf Bänken sitzend und eine Rednerin mit Mikrofon
SPUR.lab, Potsdam

Welche Möglichkeiten bieten digitale Technologien für die Erinnerungsarbeit der Zukunft?

Das SPUR.lab ist ein interdisziplinäres Forschungslabor und gemeinsames Kooperationsprojekt des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, der Stiftung Brandenburgischer Gedenkstätte mit den Gedenkstätten und ehemaligen Konzentrationslagern Ravensbrück und Sachsenhausen und der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF. Gefördert im Programm Kultur Digital der Kulturstiftung des Bundes aus Mitteln der Beauftragten für Kultur und Medien.

 

Augmented Reality Studies, 2020, Foto: Bettina Loppe

Eine Landkarte, die digital auf einem Tablet gezeigt wird
Stadt Herzberg

Wie kann Teilhabe zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung beitragen?

Herzberg zählt circa 9100 Einwohner:innen und gehört zum Landkreises Elbe-Elster, der stark von Abwanderung und demografischem Wandel betroffen ist. Seit der Wende hat die Stadt ein Viertel ihrer Einwohner:innen verloren, Prognosen sagen den Verlust eines weiteren Viertels bis 2040 voraus. Eine zukunftsorientierte, integrierte Stadtentwicklungspolitik, die Lebensqualität, Partizipation, Bildung und Familien in den Fokus stellt, möchte den Trend aufhalten.

Marxsche Villa, 2020, Foto: Stephanie Kuntze

Eine alte Villa im Herbst
Stiftung für Engagement und Bildung e. V., Potsdam

Wie möchten wir miteinander leben und was heißt eigentlich „miteinander“?

Die Stiftung für Engagement und Bildung e. V. mit Sitz in Potsdam verfolgt seit 2009 das Ziel, aktuelle Debatten und Diskurse lebensweltnah zu vermitteln und so die Voraussetzungen für aufgeklärte politische und gesellschaftliche Teilhabe zu schaffen. Als Träger der freien Jugendhilfe liegt dabei der Schwerpunkt auf Bildungsformaten, die Begegnung und Austausch fördern, Partizipation anregen und einen Blick über den Tellerrand hinaus erlauben.

 

Workshop Mobile Filmwerkstatt, 2021, Foto: Raphael Schanz

Ein Board mit Notizzetteln
Stiftung Zukunft Berlin

Wie prägt das Verhältnis von Berlin und Brandenburg das Bild und Selbstbild der gemeinsamen Metropolregion und des sie umgebenden ländlichen Raums?

Die Stiftung Zukunft Berlin ist ein unabhängiges Forum für bürgerschaftliche Mitverantwortung. Mehr als 500 Bürger:innen bringen ihre Erfahrungen, Netzwerke und Ideen im Vorfeld von politischen Entscheidungen und gegenüber der Öffentlichkeit ein. Ohne die Verantwortung der Politik in Frage zu stellen, wollen sie so ihre eigenen Beiträge zur Zukunft Berlins leisten.

 

Dorfkirchenlesung in Birkenwerder, 2021, Foto: Stiftung Zukunft Berlin

Mehrere Personen bei einer Lesung im Freien
tanzkompanie golde g., Cottbus

Wie kann Tanz zur Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen in der Lausitz beitragen?

Die tanzkompanie golde g. wurde im Oktober 2008 von der freien Choreografin Golde Grunske gegründet. Sie hat ihren Sitz in Cottbus und arbeitet im Stil des zeitgenössischen Tanzes in unterschiedlicher Besetzung. Inhaltlich setzt sich Golde Grunske in ihren Choreografien immer wieder mit aktuellen, gesellschaftspolitischen Zuständen auseinander.

 

Aufführung auf dem Erich-Kästner-Platz in Cottbus, 2020, Foto: Christiane Schleifenbaum

Vier Männer die eine Tanzperformance im Freien aufführen

Blog: Werkstatt für Zukünfte

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