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Tanya Raab

Mesusa (Schriftkapsel für Türrahmen jüdischer Haushalte),

Interview mit Tanya Raab am 17.12.24 in Potsdam. © BKG Video: Gina Schultz und 2470.media.
Mesusa, 2024. © BKG, Foto: Mirko Kubein

Beschreibung

Bei dieser kunstvoll bemalten Holzschatulle, handelt es sich um eine Mesusa. Eine Schriftkapsel die üblicherweise an Türrahmen jüdischer Haushalte zu finden ist. Als Tanya Raab die Entschädigungszahlung ihrer Urgroßmutter als jüdisches Opfer des Nationasozialismuses geschenkt bekam, kaufte sie davon mehrere Mesusot. Für sie stehen die Schriftkapseln in ihrer Wohnung für Empowerment und einer Normalisierung jüdischen Alltags.

Nutzung

Eine Meususa oder mehrere Mesusot sind kleine Holzkapseln in denen Pergamentrollen mit Versen aus der Tora aufgewahrt sind. Mesusot werden an Türrahmen jüdischer Haushalte als Symbol ihres Glauben sowie der Allgegenwertigkeit ihrer Geschichte und angebracht.

Orte

  • Brandenburg an der Havel

Zugehörigkeit

Privatbesitz von Tanya Raab

Alter

  • 2020⁠–⁠2029

Erwerb

Käuflich erworben durch Tanya Raab

Materialien

  • Holz

Maße

13,0 x 3,0 x 1,3 cm

Zustand

Gut erhalten, leichte Klebespuren an der Rückseite.

Schlagworte

  • Arbeit
  • ,
  • Familie
  • ,
  • Jugend
  • ,
  • Kindheit
  • ,
  • Nationalsozialismus
  • ,
  • Religion

Ich finde es inspirierend zu sehen, mit welcher Selbstverständlichkeit das Judentum in anderen
Ländern gelebt wird.
Während einer Zugreise in Israel habe ich beispielsweise erlebt, wie sich jüdische, muslimische oder
christliche Menschen ganz
selbstverständlich zu einem Gebet versammelt und ihre Religion offen gelebt haben.
Das sehe ich hier in Deutschland gar nicht, auch nicht bei christlichen Menschen.

Tanya Raab

Tanya Raab, 2024. © BKG, Foto: Fritz Schumann
Mesusa, 2024. © BKG, Foto: Mirko Kubein
Mesusa, 2024. © BKG, Foto: Mirko Kubein
Mesusa, 2024. © BKG, Foto: Mirko Kubein
Mesusa, 2024. © BKG, Foto: Mirko Kubein