Die Publikation zum Projekt – „Erinnern an den Holocaust“ – Open Access
Mit dem Projekt „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ wurde erprobt, wie digitale Technologien neue Zugänge zur Erinnerungskultur eröffnen können – insbesondere in einer Zeit, in der die letzten Überlebenden des Holocaust nicht mehr persönlich berichten können. Die Ausstellung, die mobile Tour und die Präsentation im Brandenburg Museum machten deutlich, welches Potenzial in volumetrischen Aufnahmen, Virtual Reality und medienpädagogischen Konzepten für die historische Bildungsarbeit liegt.
Die Erfahrungen, Diskussionen und wissenschaftlichen Perspektiven aus diesem Projekt wurden in einem durchgehend zweisprachigen Sammelband gebündelt. Die Beiträger:innen gehen der zentralen Frage nach, wie das Erinnern an den Holocaust weitergegeben werden kann, wenn es keine Zeitzeug:innen mehr gibt. Sie analysierten, wie digitale Formate Empathie und historisches Verständnis fördern können, ohne Authentizität oder Komplexität zu reduzieren. Gleichzeitig beleuchteten sie die ethischen Dimensionen einer Erinnerungskultur im Wandel – und unterstrichen die Bedeutung der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen Überlebender gerade im aktuellen politischen Klima als unverzichtbaren Beitrag zur demokratischen Selbstvergewisserung.
Erste Einblicke
Kooperationspartner
„In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF.
Förderer
Das Projekt wird in der Bildungsagenda NS-Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.