Windräder auf einem Feld.
Windräder auf einem Feld. Foto: ©BKG/Kevin Fuchs

Zukunftsraum statt Leerstand

Ein Projekt vom Neues Energien Forum Feldheim e.V. 

Ein Mann steht auf einer Leiter neben einem liegenden Turm einer Windkraftanlage
Ehemaliger Bürgermeister der Stadt Treuenbrietzen, Michael Knape. Foto: ©BKG/Kevin Fuchs

Feldheim, ein Ort bei Treuenbrietzen, zeigt, wie gemeinschaftliches Handeln Zukunft gestaltet. Vor rund drei Jahrzehnten begann hier eine Entwicklung, die heute weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erzeugt: Bürger:innen schlossen sich zusammen, um unabhängig von großen Energieversorgern zu werden. Mit Mut und Weitsicht bauten sie ein eigenes Strom- und Wärmenetz auf. Seitdem versorgen sie sich selbst: sicher, bezahlbar und aus erneuerbaren Energiequellen direkt vor der eigenen Haustür.

Windkraft, Biogas und Photovoltaik prägen das Bild des Dorfes und stehen für eine Erfolgsgeschichte, die den Zusammenhalt stärkt. Selbst Menschen, die sich sonst selten engagieren, nehmen an den Gesellschaftsversammlungen teil. Feldheim ist damit ein Symbol für Eigeninitiative und regionale Verantwortung.

Feldheim gründete eine eigene Energiegesellschaft, baute ein lokales Netz auf und schuf damit ein Modell, das heute als Vorbild für die Energiewende gilt. Die Vorteile liegen auf der Hand: stabile Preise, Versorgungssicherheit und eine Wertschöpfung, die in der Region bleibt. Feldheim beweist, dass ländliche Räume nicht nur vom Wandel betroffen sind, sondern ihn aktiv gestalten können.

Das Neue Energien Forum Feldheim

Die Modellhaftigkeit des Ortes lockte Fachgruppen und interessierte Besucher:innen an, die von den Errungenschaften des Ortes lernen wollten. So entstand das Neue Energien Forum Feldheim (NEF) als ein lebendiger Ort, wo heute Schüler:innen erfahren, wie Windkraftanlagen funktionieren, wie Biogas entsteht und wie Photovoltaik-Anlagen Strom liefern. Damit leistet das Forum auch einen nachhaltigen Beitrag für die Vermittlung im Bereich erneuerbare Energien und Energiewende

Eine neue Ausstellung

Am 9. Mai eröffnet im NEF eine neue Ausstellung, die sich mit Feldheims Weg in die Energieautonomie befasst. Interaktive Module zeigen, welche Perspektiven sich daraus für die Region ergeben haben. Modelle, digitale Anwendungen und anschauliche Darstellungen machen Prozesse und Technik greifbar. Die Ausstellung will nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch zum Nachdenken über Klimaschutz, regionale Entwicklung und die Verantwortung der Generationen in einer Zeit anregen, in der die Klimaziele häufig außer Acht gelassen werden.

Ein Gemeinschaftort für die Ideen der Zukunft

Ein Dach mit Solaranlage und andere Technologien.
Foto: ©BKG/Kevin Fuchs

In direkter Nachbarschaft wird eine leerstehende historische Scheune zum Zukunftsraum weiterentwickelt. Hier entstehen 2026 ein Begegnungs- und Lernort sowie ein kulturelles Zentrum. Es geht dabei um mehr als Energie. Es soll ein Ort der Gemeinschaft und des Austauschs entstehen, der vermittelt, dass die Errungenschaften in Feldheim nur als Gemeinschaft gelingen konnten. Gleichzeitig dient der Zukunftsraum als ein Ort, an dem neue Ideen ausgetauscht und ausprobiert werden. Er bietet Kulturschaffenden der Region eine Plattform, um ihre Arbeiten zu präsentieren und den Dialog über den Wandel ländlicher Räume aktiv mitzugestalten.

Feldheim zeigt: Veränderung ist möglich, wenn Menschen gemeinsam handeln. Und die Neuerfindung eines Dorfes kann gelingen, wenn alle mitanpacken. So entsteht mit „Zukunftsraum statt Leerstand“ ein Projekt, das weit über die Region hinausstrahlt.

Informationen zum Projekt

Informationen zum Veranstaltungsprogramm

Eröffnung 9. Mai 2026

Ort Neue Energien Forum Feldheim
Lindenstraße 11, 14929 Treuenbrietzen OT Feldheim

Neues Energien Forum Feldheim e.V.