Eisenhüttenstadt
Vom Kommen, Gehen und Bleiben. Theatrale Forschung zu lokaler Geschichte, Gegenwart und Zukunft am Beispiel von Eisenhüttenstadt
Freitag, den 13.11.2026 um 14 Uhr – Sonntag, den 15.11.2026 um 13 Uhr in, Bildungszentrum Club Marchwitza und Museum Utopie und Alltag.
Was erzählen Gegenstände über die Geschichte einer Stadt? Und welche Geschichten entstehen, wenn wir sie zum Sprechen bringen?
Wir erkunden die lokale(n) Geschichte(n) mit Methoden des Biografie- und Objekttheaters. Bei der künstlerischen Erforschung mitgebrachter Objekte entstehen kleine Spielszenen.
In dieser dreitägigen Fortbildung erproben wir Methoden der künstlerischen Forschung und theatralen Geschichtsvermittlung: Wie kommen Menschen ins Erzählen? Wie entstehen persönliche und gemeinsame Erinnerungen? Welche Rolle spielen dabei unterschiedliche Generationen? Und wie lässt sich Geschichte so vermitteln, dass sie nicht nur Wissen weitergibt, sondern zur Auseinandersetzung einlädt? Dabei interessiert grundsätzlich die Frage, wie lokale Geschichte lebendig und erfahrbar werden kann, wie sie in die Gegenwart und Zukunft hineinwirkt und durch persönliche Erfahrungen immer wieder neu erzählt und betrachtet wird.
Eisenhüttenstadt ist eine Stadt des Kommens, Gehens und Bleibens. Als sozialistische Planstadt für das Eisenhüttenkombinat Ost gegründet, war sie zunächst geprägt vom Zuzug vieler Menschen. Heute steht die Stadt vor den Herausforderungen einer schrumpfenden Bevölkerung. Wie in Eisenhüttenstadt ist in der gesamten deutsch-polnische Grenzregion das Kommen, Gehen und Bleiben ein bestimmendes Thema. Ausgehend von den lokalen Bezügen weiten wir den Blick auf die Erfahrungen der Teilnehmenden, die ihre jeweils eigenen Geschichten und Erinnerungen zu dem Thema mitbringen.
Die erlernten Methoden können die Teilnehmenden später in ihrer eigenen politisch-kulturellen Bildungsarbeit übernehmen. Darüber hinaus wird diskutiert wie es gelingen kann zu einer vielperspektivischen Auseinandersetzung mit Geschichte zu kommen, welche Impulse es dafür braucht und wie der Prozess verantwortungsvoll begleitet werden kann. Wie kann gerade ein künstlerisch/theaterpädagogischer Ansatz Teilnehmende dabei unterstützen ihre eigene Gegenwart zu befragen, zu gestalten und Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Wie können dabei auch kontroverse Sichtweisen verhandelt und ausgehalten werden? Und welche Rolle spielt dabei ein multiprofessionelles Team?
Mitwirkende
Kai Schubert, freier Theaterregisseur
Constanze Eckert, Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg
Petra Haustein, Netzwerk Zeitgeschichte / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten
Christine Gerbich, Leitung Museum Utopie und Alltag
Konrad Tschäpe, Städtisches Museum Viadrina in Frankfurt (Oder) und Gedenk- und Dokumentationsstätte Opfer politischer Gewaltherrschaft/Museum Viadrina
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an alle, die sich für lokale Geschichte des 20. Jahrhunderts in oder auch außerhalb der deutsch-polnischen Grenzregion interessieren und sich beruflich oder ehrenamtlich mit Geschichtsvermittlung, Erinnerungskultur oder Gedenkstättenarbeit beschäftigen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.
Ablauf
Freitag 13.11.: 14:00 – 17:30 Uhr im Museum Utopie und Alltag
Samstag 14.11.: 9:30 – 17:30 Uhr im Club Marchwitza
Sonntag 15.11.: 9:30 – 13:00 Uhr im Club Marchwitza
Kosten und Übernachtungsmöglichkeit
Keine Kursgebühr. Bei Übernachtungswunsch fallen je teilnehmende Person 35 € pro Nacht im Einzelzimmer an sowie die Kosten der Selbstverpflegung an den Abenden. (Die zur Übernachtung angebotenen Ferienwohnungen haben 2 Zimmer, jeweils eine Küche und ein Bad. Zwei Personen teilen sich eine Wohnung zu je 35 €.)
In der digitalen Anmeldung können Sie angeben, ob und für welche Tage Sie eine Übernachtung wünschen.
Anmeldung
Anmeldung bis spätestens zum 30.10.2026 im Online-Veranstaltungsportal.
Kontakt / Info
Petra Haustein: haustein@stiftung-bg.de
Constanze Eckert: c.eckert@gesellschaft-kultur-geschichte.de
Veranstaltungsorte
Bildungszentrum Club Marchwitza und Museum für Utopie und Alltag
Förderer
Gefördert von Landkreis Oderspree, Landeszentrale politische Bildung, Netzwerk Zeitgeschichte. Gedenkstätten – Forschung – Zivilgesellschaft (Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten)