Jagdschloss Glienicke

Widerstand! Aktivistische Kunst und kreative Protestformen in der offenen Jugendarbeit

Gesellschaftliche Krisen, Unsicherheiten und wachsende Herausforderungen führen bei vielen Jugendlichen zu Gefühlen von Ohnmacht. Immer dringlicher wird die Frage: Wie können junge Menschen heute Selbstwirksamkeit erfahren, ihre Stimme erheben und Lust auf Mitgestaltung entwickeln?

Das Seminar setzt hier an und stellt aktuelle wie historische Formen aktivistischer Kunst vor. Es geht um Kunst als politisch-soziale Praxis, künstlerische Aktionen im öffentlichen Interesse, subversive Interventionen und kreative Formen zivilen Widerstands. Anhand zahlreicher Beispiele diskutieren wir, welche Strategien Künstlerinnen und Aktivistinnen nutzen und welche Fragen sich für Politik und Gesellschaft daraus ergeben. Gezeigt werden Ansätze, die Kunst und Protest verbinden – vom ‚Beschwerdechor‘ über den ‚Widerstandsbausatz‘ bis hin zu Creative Tools for Building Community Power und einem ‚Handbuch zum Handeln‘.

Im praktischen Teil erproben wir Dialog- und Aktionsmaterialien, die Jugendlichen neue Ausdrucks- und Beteiligungsmöglichkeiten eröffnen. Gemeinsam entwickeln wir Ideen, wie kreative Methoden der Selbstermächtigung in die Jugendarbeit integriert werden können. Das Seminar lädt dazu ein, Kunst als eine Ressource zu entdecken, die Barrieren überwindet, Horizonte eröffnet und Jugendlichen Wege ins Handeln zeigt.

Eine weibliche Person, die entlang einer Ziegelmauer mit einem Graffito einer Faust läuft.
©Bijan Dawallu

Zielgruppe

Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin und Brandenburg sowie Akteur:innen der Kulturellen Bildung.

Dozentin

Constanze Eckert, Leitung Plattform Kulturelle Bildung Region Nordost

Doris Sprengel, freischaffende Künstlerin

Anmeldung

Anmeldung bis 10.09.2026 beim SFBB.

Veranstaltungsort

Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg

Königstr. 36B
14109 Berlin