MSH Hamburg – Campus Arts and Social Change Hamburg-Harburg

Widerstand! Ein sich fortentwickelnder, offener und gleichzeitig sich widersetzender Bausatz zu aktivistischer Kunst und kreativen Protestformen

Die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg bietet bei der 16. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung einen innovativen Workshop an, der neue Wege für aktivistische Kunstpraxis erkundet.

Inspiriert von Anna Oppermanns „Ensembles“ aus den 1970er/80er Jahren und dem Rhizom-Konzept von Deleuze und Guattari entwickeln wir einen „Widerstand“-Bausatz als offenes, rhizomatisches System. Dieser funktioniert nicht als vorgefertigtes Instrumentarium, sondern als lebendige Sammlung von Strategien, Materialien und Methoden – Fotografien, Texte, Objekte, Zeichnungen – die in immer neuen Konstellationen aktiviert werden können.

Der Bausatz wächst und verändert sich durch die Partizipation der Nutzer:innen und entzieht sich dabei bewusst einer Vereinnahmung. Er stellt Werkzeuge zur Verfügung, ohne deren Verwendung festzulegen. Gleichzeitig ist er Visualisierung, Toolbox, Archiv, Reflexionshilfe und Labor – ein System, das sich durch den Gebrauch kontinuierlich transformiert und erweitert.

Als „Ko-Autor:innen“ können alle Teilnehmenden am kollektiven Wissen partizipieren, Elemente für sich verwenden und weiterentwickeln. Diese nicht-lineare, assoziative Denkstruktur ermöglicht es, alle Punkte mit allen anderen zu verbinden und neue Formen des kreativen Widerstands zu entwickeln.

Workshopleitung

Constanze Eckert, Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg /Regionalbüro Nordost

Doris Sprengel, freie Künstlerin

16. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung

radikal – widerständig – streitbar?!

Kulturelle Bildung als soziale und gesellschaftspolitische Praxis

Kulturelle Bildung und ästhetische Praxis sind unmittelbar in gesellschaftliche Kontexte eingebunden und damit mit den multiplen und bedrohlichen Krisen unserer Zeit konfrontiert. Die 16. Tagung des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung fragt vor diesem Hintergrund: Inwieweit trägt ein radikales, widerständiges und streitbares Selbstverständnis Kultureller Bildung zu einer neuen „Kunst des gesellschaftlichen Wandels“ (Schneidewind 2018) bei? Welche Grundlagen sind dafür notwendig und welche Konsequenzen für kulturelle und ästhetische Bildungspraktiken folgen daraus? Welche Implikationen und Grenzen haben Leitkonzepte Kultureller Bildung für eine aktive Positionierung gegen Diskriminierung, Polarisierung und Radikalisierung? Worin zeigen sich Handlungsverantwortung und Gestaltungspotenziale Kultureller Bildung als Akteur in kulturellen und sozialen Transformationen? Wie radikal, widerständig und streitbar wollen und sollten wir also in unserer künstlerischen, bildenden, ästhetischen und sozialen Forschung, Lehre und Praxis sein?

Die Tagung führt Perspektiven aus unterschiedlichen Handlungsfeldern Kultureller Bildung

zusammen: der Kulturarbeit, der Sozialen Arbeit, der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit, der Gesundheit, der Sozio- und Alltagskultur.

Weitere Infos und Anmeldung

Weitere Informationen zur Tagung entnehmen Sie bitte der Tagungswebseite.

Eine Anmeldung zur Tagung ist bis zum 15. August 2025 über die Webseite der MSH Medical School Hamburg  möglich.

Kontakt

Constanze Eckert

Bei Fragen zum Workshop wenden Sie sich gerne an Constanze Eckert unter c.eckert@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Bei Hinweisen oder Fragen zur Tagung wenden Sie sich bitte an: netzwerktagung2025@medicalschool-hamburg.de