„… wie Verbrecherinnen behandelt“ – Finissage der Ausstellungsintervention „gefährdet leben“ am 31.5.2026
Szenische Lesung und Gespräch zu Ravensbrück, Ost-Berliner Lesben und queerem Aktivismus in der DDR.
Finissage zur Ausstellungsintervention „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945„
Zum Abschluss der Ausstellungsintervention „gefährdet leben. Queere Menschen 1933–1945“ lädt das Brandenburg Museum zu einem Abend aus szenischer Lesung aus noch nie veröffentlichten Stasi-Akten und persönlichen Erinnerungen von Betroffenen und ein Gespräch ein. In den 1980er Jahren versuchten Ost-Berliner Lesben mehrfach, in der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück homosexuellen Häftlingen zu gedenken. Dies wurde sowohl vonseiten der Gedenkstätte als auch von Polizei und Staatssicherheit mit zum Teil massiven Maßnahmen verhindert. Die szenische Lesung bringt O-Töne dieser Aktionen – Beobachtungsberichte und Maßnahmepläne der Staatssicherheit sowie Gedächtnisprotokolle und Eingaben der beteiligten Frauen – zu Gehör. Daran schließt ein Gespräch an von Expert:innen über die Emanzipationsbewegungen von Lesben und Schwulen in der DDR in den Jahren vor dem Fall der Mauer.
Auf dem Podium sind Dr. Insa Eschebach (Co-Kuratorin der Ausstellung) im Gespräch mit Detlef Mücke (Zeitzeuge) und Irène Mélix (Künstler:in/Kulturwissenschaftler:in).
Szenische Lesung: Petra Goldkuhle (Schauspielerin) und Sigrid Grajek (Schauspielerin)
Musikalische Begleitung: Wenzel Benn (Saxophonist).
Die Veranstaltung eröffnet zugleich den Blick auf weiterführende Projekte des Brandenburg Museums zu queerem Leben und Erinnerungskultur in Brandenburg.
Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung zur Finissage.
Eine Reservierung der Plätze ist nicht möglich.