Filmmuseum Potsdam
Brandenburg im Wandel – Film „Herzsprung“ (1992) und Gespräch mit Helke Misselwitz
Filmvorführung „Herzsprung“ (1992) und Gespräch mit Helke Misselwitz, Katalin Krasznahorkai (Brandenburg Museum) und Ulrich Richtmeyer (FH Potsdam)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Potsdamer Gespräche 2026: Transformationen Die 1980er/1990er Jahre in Brandenburg im Filmmuseum Potsdam
Veranstaltungsdetails
Filmvorführung „Herzsprung“ (1992) und Gespräch mit der Regisseurin Helke Misselwitz, Katalin Krasznahorkai (Brandenburg Museum) und Ulrich Richtmeyer (FH Potsdam)
Veranstalter: Brandenburg Museum, Filmmuseum Potsdam
In den 1980er und 1990er Jahren hat sich Brandenburg grundlegend verändert. Im Rahmen der Potsdamer Gespräche möchten wir in diesem Jahr über die sichtbaren Spuren dieser Transformationen in den Städten und in der Gesellschaft sprechen. Dabei geht es sowohl um Architektur und Städtebau als auch um den Abzug der Militärs und den Zuzug von Menschen aus Osteuropa. Auch die Friedliche Revolution lässt sich bis heute in der Stadtgeschichte nachvollziehen. Wie dieser Wandel die Gesellschaft geprägt hat, welche Bilder wir noch aus jener Zeit im Kopf haben und wie wir daran erinnern wollen, möchten wir gemeinsam mit Ihnen sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Bürgerschaft diskutieren. Dazu laden wir Sie an sechs Terminen an unterschiedliche Orte in Potsdam ein.
Veranstalter:
Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF)
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Das Minsk. Kunsthaus in Potsdam
Deutsches Kulturforum östliches Europa
Die Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen
der kommunistischen Diktatur (LAkD)
Einstein Forum
Filmmuseum Potsdam
Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße
Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße
Moses Mendelssohn Zentrum (MMZ)
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Stiftung Garnisonkirche
Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)
Filmvorführung: „Herzsprung“ (1992) von Helke Misselwitz
Was geschieht mit Menschen, wenn vertraute Strukturen verschwinden und die Zukunft ungewiss wird? Mit ihrem preisgekrönten Spielfilm Herzsprung schuf die Regisseurin Helke Misselwitz 1992 eines der eindrücklichsten filmischen Zeugnisse der frühen Nachwendezeit.
Der Film spielt in einem kleinen Ort im Nordosten Deutschlands. Die Betriebe schließen, Arbeitsplätze gehen verloren, die russischen Truppen ziehen ab. Inmitten dieser gesellschaftlichen Umbrüche versucht die junge Johanna, ihren Alltag und das Leben ihrer Familie neu zu ordnen. Als sie einem dunkelhäutigen Mann begegnet und sich in ihn verliebt, stößt ihre Beziehung auf Ablehnung und rassistische Gewalt.
Herzsprung erzählt von Verlust und Hoffnung, von Einsamkeit und Neuanfang. Gleichzeitig zeichnet der Film ein sensibles Bild der sozialen Verwerfungen nach der deutschen Wiedervereinigung und macht sichtbar, wie wirtschaftliche Unsicherheit, Perspektivlosigkeit und Ausgrenzung das Zusammenleben prägen können.
Mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Premiere hat der Film nichts von seiner Aktualität verloren. Er lädt dazu ein, über die Erfahrungen der Transformationszeit in Ostdeutschland, über gesellschaftlichen Zusammenhalt und über den Umgang mit Fremdheit und Vielfalt nachzudenken.
Regie und Drehbuch: Helke Misselwitz
Deutschland 1992 | 87 Minuten
Eintritt
8 Euro, ermäßigt 5 Euro
Tickets gibt es in Kürze auf der Webseite des Filmuseum Potsdam
Kooperation
Diese Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum Potsdam und dem Brandenburg Museum. Weitere Veranstaltungen der Reihe finden Sie hier.