Ach, Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026
Laufzeit
2.10.2026 bis 14.3.2027
Eröffnung: 1.10.2026, 18 Uhr
Über die Ausstellung
Welche Rolle spielt die Fotografie für unsere Erinnerung?
Bilder lenken unseren Blick, prägen unser Bildergedächtnis und beeinflussen damit, wie und woran wir uns erinnern. Inwiefern formt Fotografie unseren Zugang zur Vergangenheit?
Die Ausstellung „Ach, Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026“ greift diese Fragen auf. Ausgangspunkt ist das größte dokumentarfotografische Projekt Ostdeutschlands, das von Diethart Kerbs und Sophie Schleußner zwischen 1993 und 1996 unter dem Titel „Fotografie und Gedächtnis“ in drei Bundesländern durchgeführt wurde. Seine Initiator:innen verstanden die Aufnahmen als „Flaschenpost in die Zukunft“: als Bilder, die späteren Generationen zeigen sollten, wie ostdeutsche Orte und Landschaften in den 90er Jahren aussahen.
Dreißig Jahre später wird diese Zeitkapsel geöffnet. Sie enthält über 22.000 Motive, die in drei Sammlungsteilen in Cottbus, Halle und Schwerin lagern.
Student:innen der Fachhochschule Potsdam sichteten den Brandenburger Bestand im Archiv des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst in Cottbus und machten sich in 15 Teams auf die Suche nach den damaligen Aufnahmeorten. Sie spürten die früheren Blickrichtungen auf und schufen aus den wiedergefundenen Perspektiven aktuelle Nachfotografien. Aus den Eindrücken, Begegnungen und Gesprächen vor Ort entstanden darüber hinaus auch freie fotografische Arbeiten.
Die Ausstellung verbindet historische Aufnahmen mit aktuellen Perspektiven und lädt dazu ein, über Erinnerung, Wandel und die Rolle der Fotografie nachzudenken. Sie fragt nicht nur, was sich in drei Jahrzehnten verändert hat, sondern auch, wie Fotografien ihre jeweilige Gegenwart erfassen und welche Geschichten sie für die Zukunft aufbewahren.
Beteiligte Fotograf:innen
Aus „Fotografie und Gedächtnis“, 1993 – 1996
Arno Fischer, Christoph Gödan, Rudolf Hartmetz, Michael Herrmann, Hans W. Mende, Reinhard Münch, Lothar M. Peter, Merit Schambach geb. Pietzker, Jürgen Rehrmann, Günter Steffen, Thomas Wolf, Holger Herschel und Ulrich Wüst, Gerhard Zwickert
Beteiligte Studierende der FH Potsdam, 2026:
Julian Flörchinger, Tara Juretko und Jannick Tismer, Clara Gabriel und Malika Wagner, Laura Günter und Cora Wild, Stephanie Hagenstein und Natalie Stahl, Florrian Bolk und Lara Jablonski, Ayiana Bartelmann, Alena Berning und Jonna Haumann, Laura Monzert und Frida Schulz, Melis Poyraz, Kevin Schmidt und Nina Schwarz, Sofia Chybisova und Melina Runow, Rudolfs Pomerancevs und Laurenz Steffan, Linda Bergemann und Ludwig Schenk, Paulina Deutmeyer und Max Kramer, Moritz Dörnenburg, Merle Kauf und Charlotte Schröter, Dana Schneider und Roman Traidl
Brandenburger Orte 1996 & 2026
Forst, Hohenlychen, Kausche, Kirchmöser, Landkreis Oberhavel, Landschlösser in der Uckermark, Mittenwalde, Nationalpark Unteres Odertal, Oderberg, Rathenow, Brandenburg an der Havel, Vogelsang, Wildau, Wischedörfer im Landkreis Prignitz, Wolfshagen (Uckermark)
Sammlung Fotografie des BLMK und Publikation
Informationen zur Sammlung Fotografie des Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst (BLMK), in der sich die historischen Fotobestände des Projekts „Fotografie und Gedächtnis: Brandenburg“ befinden, erhalten Sie auf der Website des BLMK.
Eine Publikation zu „Fotografie und Gedächtnis: Brandenburg“ erschien 1999 im BeBra Verlag Berlin-Brandenburg.
Kooperationsprojekt
Die Ausstellung „Ach Brandenburg … Fotografie im Dialog 1996 | 2026“ ist ein Kooperationsprojekt der Fachhochschule Potsdam (FHP) und des Brandenburg Museums für Zukunft, Gegenwart und Geschichte. In Zusammenarbeit mit Kulturland Brandenburg.
Initiative und Projektleitung:
Prof. Wiebke Loeper und Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer, Lehrveranstaltung des Studiengangs Kulturarbeit und der Designstudiengänge der FHP im Wintersemester 2025/26 und Sommersemester 2026
Lehrende: Prof. Wiebke Loeper, Prof. Dr. Ulrich Richtmeyer und Hendrik Rauch
In Zusammenarbeit mit: Dr. Katalin Krasznahorkai, Johanna Schüller und Yad Hindreen, Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte