Dialogführung „Stimmen der Macht“ mit Marianne Ballé Moudoumbou & Dr. Katalin Krasznahorkai

Diese Veranstaltung ist Teil der Reihe „Stimmen der Macht“, in der Gäste aus Kunst, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zentrale Fragen der Ausstellung vertiefen.

Archivwand in der Ausstellung
Archivwand, Foto: BKG / N. Redlich

Koloniale Kontinuitäten, Fragen nach Sprache und Deutungshoheit

Am 7. September 2025 setzen wir unsere dialogische Führungsreihe „Stimmen der Macht“ mit einem besonderen Gespräch fort: Die Aktivistin, Dolmetscherin und Autorin Marianne Ballé Moudoumbou führt durch die Ausstellung „Signale der Macht“ – gemeinsam mit Dr. Katalin Krasznahorkai, die Co-Kuratorin der Ausstellung ist.

Im Zentrum stehen koloniale Kontinuitäten, Fragen nach Sprache und Deutungshoheit und der Blick auf Widerstand und Heilung aus einer panafrikanischen und feministischen Perspektive.

Marianne Ballé Moudoumbou lebt und arbeitet in Potsdam. Als Diplom-Dolmetscherin und politische Aktivistin ist sie bundesweit bekannt – etwa als Sprecherin von PAWLO-Germany e.V., Mitbegründerin des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland, Mitglied des Landesintegrationsbeirats Brandenburg und der Bundeskonferenz der Migrant*innenorganisationen. Seit Jahrzehnten engagiert sie sich für die Anerkennung kolonialer Verbrechen und für globale Gerechtigkeit. Statt vom „Kolonialismus“ zu sprechen, verwendet sie bewusst den Begriff „Maafa“ – große Zerstörung – um das historische und bis heute wirksame Gewaltverhältnis zu benennen. Für ihr Engagement wurde sie 2022 mit dem „Band für Mut und Verständigung“ ausgezeichnet.

An ihrer Seite: Dr. Katalin Krasznahorkai, Kunsthistorikerin, Autorin und Programmdirektorin am Brandenburg Museum. Als Co-Kuratorin der Ausstellung beschäftigt sie sich mit historischen und aktuellen Kommunikationsstrukturen, Autorität und Erinnerungskultur. In der Reihe „Stimmen der Macht“ vertieft sie diese Themen im Austausch mit Gästen, die neue Perspektiven auf Machtverhältnisse eröffnen.

Gemeinsam werden Ballé Moudoumbou und Krasznahorkai das Spannungsfeld zwischen kolonialer Kontinuität, Sprachgewalt, Geschlechterverhältnissen und Erinnerungspolitik ausloten – mit dem Publikum im Zentrum des Gesprächs.

Ablauf:

  • 14:00 Uhr: Begrüßung und dialogische Führung durch die Ausstellung mit Marianne Ballé Moudoumbou
  • 14:30 Uhr: Offene Gesprächsrunde mit dem Publikum
Über Marianne Ballé Moudoumbou

Marianne Ballé Moudoumbou ist Diplom-Dolmetscherin, Autorin und politische Aktivistin in Potsdam. Sie engagiert sich in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen für Erinnerung, Gerechtigkeit und die Anerkennung kolonialer Verbrechen, darunter als Sprecherin von PAWLO-Germany e.V. und Mitbegründerin des Zentralrats der Afrikanischen Gemeinde in Deutschland. Für ihr langjähriges Engagement wurde sie 2022 mit dem „Band für Mut und Verständigung“ ausgezeichnet.

Über Dr. Katalin Krasznahorkai

Dr. Katalin Krasznahorkai ist Kunsthistorikerin, Autorin und Programmleiterin am Brandenburg Museum. Als Co-Kuratorin der Ausstellung „Signale der Macht“ beschäftigt sie sich mit historischen und zeitgenössischen Formen von Autorität und Öffentlichkeit. Ihre kuratorische Praxis reicht von großen internationalen Ausstellungen bis hin zu ortsspezifischen Formaten, die sich kritisch mit Erinnerung, Kommunikation und Macht auseinandersetzen.

Eintritt

Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Anmeldung

Die Plätze sind auf 12 Teilnehmer:innen begrenzt, wir empfehlen eine Anmeldung über: bildung@gesellschaft-kultur-geschichte.de

 

 

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