Schloss Genshagen, Am Schloss 1, 14974 Ludwigsfelde
Kunst, Aktivismus und öffentliche Meinung in Zeiten der Transformation – im Schloss Genshagen am 5.11.2025, 18 bis 20 Uhr
Künstler:innen sind wichtige Akteur:innen gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Sie zeigen Missstände auf, hinterfragen bestehende Machtstrukturen und beziehen Stellung zu drängenden gesellschaftspolitischen Themen. Mit ihren kreativen Ausdrucksformen regen sie Debatten an, bewegen zum Handeln und eröffnen neue Zugänge zu Fragen unserer Zukunft.
Doch wie groß ist der Einfluss von Kunst auf die öffentliche Meinung – und wie nachhaltig ist er, um politische, gesellschaftliche oder ökologische Transformationen voranzutreiben? Wenn Kunst als Medium des Diskurses, des Protests oder der Mobilisierung fungiert: Wo hört Kunst auf und wo fängt Aktivismus an – und ist diese Trennung überhaupt notwendig?
Diese deutsch-französisch-polnische Abendveranstaltung lädt dazu ein, diesen Fragen in Performance und Diskussion nachzugehen – in Kooperation mit der Stiftung Genshagen im Rahmen der europäischen Reihe „Der etwas andere Dialog“.
Programm
- 18:00 Uhr – Begrüßung
Prof. Dr. Susanne Keuchel (Geschäftsführender Vorstand, Stiftung Genshagen)
Katja Melzer (Direktorin, Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte, Potsdam) - 18:10 Uhr – Künstlerischer Impuls
Le Bruit Qui Court, Künstlerkollektiv, Paris - 18:30 Uhr – Podiumsdiskussion
Dr. Mahret Ifeoma Kupka (Kuratorin, Museum Angewandte Kunst, Frankfurt am Main)
Dr. hab. Ewa Majewska (Philosophin und Kulturtheoretikerin, SWPS-Universität, Warschau)
Manja Präkels (Schriftstellerin und Journalistin, Berlin / Rheinsberg)
Clara Thuelin (Klangkünstlerin, Koordinatorin von Le Bruit Qui Court, Paris)
Moderation: Jean Peters (Senior Reporter, CORRECTIV, Berlin) - 20:00 Uhr – Empfang
- 21:00 Uhr – Abfahrt des Busses zum Bahnhof Berlin-Südkreuz
Künstlerischer Impuls
Le Bruit Qui Court ist eine Gemeinschaft von Artivist:innen – engagierten Aktivist:innen und Künstler:innen –, die überzeugt sind, dass kein tiefgreifender Wandel ohne neue Vorstellungswelten und ohne Sieg in der „kulturellen Auseinandersetzung“ möglich ist. Das Kollektiv erprobt kreative und kollektive Widerstandsformen, um soziale und ökologische Gerechtigkeit zu fördern, und schafft eine freudvolle Dynamik des Handelns angesichts aktueller Krisen. In Genshagen wird die Performance von Clara Thuelin, Romane Rostoll und Célia Schmit realisiert.
Podiumsgäste
- Dr. Mahret Ifeoma Kupka
Kunstwissenschaftlerin, Autorin und Senior-Kuratorin für Mode, Körper und Performatives am Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main. Ihre Arbeit befasst sich mit Rassismus, Erinnerungskultur, Repräsentation und der Dekolonisierung von Kunst und Design. mahretkupka.de - Dr. hab. Ewa Majewska
Feministische Kulturtheoretikerin und außerordentliche Professorin an der SWPS-Universität in Warschau. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Archivstudien, feministische Theorie und Antifaschismus. Autorin von Feminist Antifascism. Counterpublics of the Common (Verso). ewa-majewska.com - Manja Präkels
Autorin und Musikerin. Ihr Debütroman Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß (Verbrecher Verlag) wurde mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Anna-Seghers-Preis ausgezeichnet. Sie realisiert Schreibwerkstätten und Nachbarschaftsprojekte und betreibt gemeinsam mit Markus Liske die Gedankenmanufaktur „Wort & Ton“. gedankenmanufaktur.net - Clara Thuelin
Klangkünstlerin und Koordinatorin des Kollektivs Le Bruit Qui Court. Seit 2021 engagiert sie sich im Artivismus und entwickelt künstlerische Aktionen für soziale und klimatische Gerechtigkeit. le-bruit-qui-court.fr
Moderation: Jean Peters
Senior Reporter bei CORRECTIV, Leiter Content Art & Journalismus. Zuvor Autor beim ZDF Magazin Royale, Gründer des Peng! Kollektivs und bekannt für die Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“. Er verbindet investigative Recherche mit kreativen Aktionsformen. correctiv.org
Anreise und Anmeldung
Bustransfer: Abfahrt um 17:00 Uhr ab Bahnhof Berlin-Südkreuz, Rückfahrt nach der Veranstaltung.
Livestream: Die Veranstaltung wird live über Zoom übertragen. Ihre Zuschalte können Sie ebenfalls über die unten stehende Anmeldung vermerken.
Eintritt: kostenfrei.
Anmeldung: bis 31. Oktober 2025 über das Online-Formular der Stiftung Genshagen.
Veranstalter und Förderer
Veranstalter: Stiftung Genshagen und Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte.
Gefördert von: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).