Brandenburg Museum

Lesung: „Zunehmende Trübung“ von Björn Kröger

Eine Veranstaltung im Rahmen des Klimamonats „Brandenburg. Ökologischer Lebens- und sozialer Wirkungsraum“ im Brandenburg Museum.

Ein Gebäude mit einer Glasfassade, die im dunklen erleuchtet ist.
Brandenburg Museum am Abend © BKG, Foto: Nadine Redlich

Veranstaltungsdetails

Als tiefster See Brandenburgs ist der malerisch gelegene Große Stechlinsee weithin bekannt für sein klares Wasser. Doch wer genauer hinsieht, erkennt die zunehmende Trübung. Anlass genug, der Geschichte seiner Verunreinigung auf den Grund zu gehen: Theodor Fontane siedelt in seinem nach dem See benannten Roman an dessen Ufern die Geschichte einer Adelsfamilie an. Während der NS-Diktatur ist der Stechlin Austragungsort einer bürokratischen Schlacht zwischen dem nationalistischen Naturschützer Hans Klose und der Hitlerjugend wegen deren ausschweifender Zeltlager. Und in der DDR entwickelt sich der See zum Naherholungsgebiet für die werktätigen Massen, obwohl an seinem Ufer ein Atomkraftwerk errichtet wird, dessen ökologische Auswirkungen eine eigens geschaffene Forschungsstelle überwacht. Doch die Veränderungen der natürlichen Umwelt geschehen in einer Zeitlichkeit, die wir kaum überblicken können. Fest steht nur, dass einmal Vergangenes nicht wieder in die Zukunft gebracht werden kann.

Björn Kröger, Zunehmende Trübung (2026) bei Matthes & Seitz Berlin

Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch zwischen Björn Körger und Silke Oldorff statt.
Silke Oldorff ist Naturschutztaucherin für den NABU tätig und ergänzt Körgers Lesung durch beeindruckende Unterwasseraufnahmen und Erfahrungen aus Tauchgängen in die Tiefen des Stechlinsees.

Björn Kröger

Björn Kröger ist Paläontologe und Kurator am Finnischen Museum für Naturkunde in Helsinki. Er ist am Stechlinsee in der Mark Brandenburg aufgewachsen, sein erster Beruf war Maschinist für Kernkraftwerksanlagen. Heute forscht er über Veränderungen in Ökosystemen in großen und kleinen zeitlichen Maßstäben und ist Spezialist für die Evolution urzeitlicher Kopffüßer.

Eintritt

Der Eintritt ist frei.

Anmeldung

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Eine Reservierung der Plätze ist nicht möglich.