Brandenburg.Ausstellung

Nahaufnahme Brandenburg: Die Kupferhäuser aus dem Messingwerk in Eberswalde und ihre Geschichte als Umzugsgut deutsch-jüdischer Emigranten nach Palästina

In der Veranstaltungsreihe „Nahaufnahme Brandenburg“ eröffnen wechselnde Geschichts-Expert:innen einen frischen Blick auf bisher wenig bekannte Aspekte der brandenburgischen Landesgeschichte. Die kurzweiligen Vorträge finden im kleinen Kreis direkt in der Brandenburg.Ausstellung statt und laden dazu ein, überraschende Zusammenhänge, besondere Persönlichkeiten und Weltgeschichte vor Ort zu entdecken.

Wer mag, kann die Ausstellung danach gleich mit anderen Augen erkunden.

Mustersiedlung mit Kupferhäuser aus dem Messingwerk in Eberswalde_ Foto: Ines Sonder

Veranstaltungsdetails

Am Fuße des Wasserturms des Messingwerks bei Eberswalde entstand 1931/32 eine Mustersiedlung aus acht vorgefertigten Kupferhäusern. An ihrer Entwicklung war auch der Bauhaus-Gründer Walter Gropius beteiligt. Die Geschichte der ungewöhnlichen Häuser ist eng mit der jüdischen Industriellenfamilie Hirsch verbunden, die das Messingwerk über mehrere Generationen prägte.

Dr. Ines Sonder (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam) zeichnet die Geschichte der Kupferhäuser und des Messingwerks nach und folgt ihren Spuren bis nach Palästina. Nach 1933 wurden die zerlegbaren Fertighäuser gezielt deutsch-jüdischen Emigrant:innen angeboten: Modelle mit Namen wie Haifa, Tel Aviv oder Jerusalem konnten als „Umzugsgut“ verschifft und am neuen Wohnort wieder aufgebaut werden. Einige dieser Häuser gelangten tatsächlich nach Palästina und sind dort bis heute erhalten.

Der Vortrag nimmt die Kupferhäuser zum Ausgangspunkt, um von jüdischer Industriegeschichte und moderner Architektur in Brandenburg, aber auch von Emigration und den materiellen Spuren deutsch-jüdischer Geschichte in Israel zu erzählen.

Vortrag von: Ines Sonder (Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam)

Eintritt und Anmeldung

Der Eintritt ist frei.
Aufgrund begrenzter Plätze bitten wir um eine verbindliche Anmeldung über unseren Online-Ticketshop.
Eine Reservierung der Plätze ist nicht möglich.

Kooperation

Diese Veranstaltung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien e. V..
Das Brandenburg Museum dankt für die gemeinsame Umsetzung der Veranstaltung.