Gewölbehalle
PODIUMSDISKUSSION „Stauffenbergs Tasche“
Eine Performance über die Macht der Bilder und Leerstellen in der Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart
Ellen Kobe inszeniert in ihrer Performance eine Diskussion über Filmbilder und spricht über „Stauffenbergs Tasche“. Es geht um das Pendeln zwischen Fiktion und Dokument, um Behauptung und Legende. Die Leerstellen werden von Film- und Geschichtsexpert:innen so besprochen, dass beim Publikum Filmbilder im Kopf entstehen, die zum Diskussionsgegenstand werden.
Die Podiumsdiskussion als Performance ist ein Format, in dem das Abwesende sichtbar wird und das die aktuellen Herausforderungen im Kulturbetrieb spiegelt.
Inhaltlich beschäftigen sich die Expert:innen mit dem Widerstand im Nationalsozialismus und stellen die Frage: Was kann ein Einzelner in schwierigen Zeiten tun? Wie können wir uns heute von heroischen Darstellungen abgrenzen? Andres Veiels Dokumentarfilm „Riefenstahl“ wird einer möglichen Erzählung über Stauffenberg gegenübergestellt.
Es sprechen:
Ellen Kobe, Performancekünstlerin
Andres Veiel, Regisseur und Autor
Claudia Geisler-Bading, Schauspielerin und Prof. für Schauspielkunst, Filmuniversität Konrad Wolf
Dr. Magnus Pahl, Militärhistoriker und Offizier der Bundeswehr
Schirmherr für das Projekt „STAUFENBERGS TASCHE“ ist Bundeskanzler a.D. und Bundestagsabgeordneter Olaf Scholz:
„Es ist gut, dass wir uns mit dem Widerstand gegen die NS-Diktatur nicht nur in runden Gedenkjahren beschäftigen. Schon um niemals zu vergessen, dass Einzelne in widrigen Zeiten sehr wohl etwas bewirken können. ‚Auf mich kommt es an‘ – genau diese Überzeugung muss uns auch heute verbinden. Deshalb habe ich die Schirmherrschaft für dieses Projekt sehr gerne übernommen.“
Ein Veranstaltung in Kooperation mit der Landeshauptstadt Potsdam.
Eintritt und Anmeldung
Eintritt ist frei. Eine Anmeldung wird empfohlen.