Virtuelle Begegnung mit Zeitzeug:innen – der VR-Workshop

Für Jugendgruppen ab der 9. Klasse / ab 14 Jahren

Virtuelle Begegnung mit Zeitzeug:innen – der VR-Workshop
Jugendliche beim Betrachten von Fotos aus dem Aarolsen Archive, Foto: BKG / Nadine Redlich

Wie lassen sich Lebensgeschichten von NS-Verfolgten auch dann vermitteln, wenn direkte Begegnungen nicht mehr möglich sind? Der VR-Workshop bietet einen innovativen Zugang: Über VR-Brillen begegnen Schüler:innen fünf jüdischen Überlebenden in einer immersiven Gesprächssituation. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen interaktiven Lernparcours.

 

VR-Workshop – Angebot für Schulklassen

Sensibel, eindrucksvoll und zukunftsorientiert: Der VR-Workshop richtet sich an Schulklassen ab Jahrgangsstufe 9. Lehrkräfte, die ihren Unterricht in Geschichte oder Politischer Bildung durch einen innovativen Zugang zur NS-Zeit ergänzen möchten, finden hier ein kompaktes und wirkungsvolles Format. Der Workshop dauert 90 Minuten und verbindet virtuelle Realität mit historischem Lernen.


Workshop-Inhalte

Über VR-Brillen begegnen Schüler:innen fünf jüdischen Überlebenden in einer immersiven Gesprächssituation. Ergänzt wird das Erlebnis durch einen interaktiven Lernparcours. Die Teilnehmenden arbeiten mit historischen Fotografien aus Brandenburg, setzen sich mit den Biografien der Zeitzeug:innen auseinander sowie der Entstehung der virtuellen Interviews und erkunden Graphic Novels über die NS-Zeit.


Zehn kostenlose Workshops im Schuljahr 2026/27

Durch Unterstützung des Ministeriums für Bildung, Sport und Jugend Brandenburg bieten wir im Schuljahr 2026/27 an zehn Terminen den Workshop kostenlos an.

Die Termine: jeweils 10:30 – 12:00 Uhr und 13:00 – 14:30 Uhr

16. September
24. September
07. Oktober
10. November
03. Dezember


Informationen auf einen Blick

  • Zielgruppe: ab Klasse 9
  • Fächer: Geschichte, Politische Bildung
  • Dauer: 90 Minuten
  • Teilnahmebeitrag: 4 Euro pro Schüler:in (Eintritt inklusive)
  • Begleitpersonen: Zwei kostenfreie Begleitpersonen pro Klasse

Buchung: Hier für den Workshop anmelden 

Beratung:
E-Mail: bildung@gesellschaft-kultur-geschichte.de
Telefon: +49 331 620 85 32


Hinweis zur Nutzung der VR-Brillen

Bei Migräne, Schwindelanfälligkeit oder Epilepsie kann die Nutzung einer VR-Brille unangenehm sein. Die Schüler:innen können die VR-Brillen gerne ausprobieren, sollten die Anwendung bei Unwohlsein jedoch sofort beenden. Als Alternative stehen Tablets zur Verfügung, über die die Inhalte ebenfalls erlebt werden können.

Für Schüler:innen mit eingeschränktem Hörvermögen stehen die Interviews außerdem auf Tablets mit Untertiteln zur Verfügung.

 


Stationen des Lernparcours

Virtuelle Begegnung mit Zeitzeug:innen – der VR-Workshop
Aufgaben in der VR-Experience werden besprochen, Foto: BKG / Nadine Redlich

VR-Brillen

Mithilfe modernster VR-Technologie begegnen die Schüler:innen fünf jüdischen Zeitzeug:innen, die von ihren dramatischen Erlebnissen während der NS-Zeit berichten. Die Schüler:innen erfahren, wie es war, sich verstecken zu müssen, verfolgt und deportiert zu werden.

Zeitzeugin Ruth Winkelmann 2021 im Volucap-Studio © Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF Foto: Jakob Grasböck

Biografien

An einer der Stationen des Lernparcours untersuchen die Schüler:innen die Biografien der Menschen, die sie durch die VR-Brillen kennengelernt haben. Sie erhalten dabei den Auftrag, Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Biografien zu finden.

Jugendliche betrachten Fotos der Deportation
Jugendliche betrachten Fotos der Deportation, Foto: BKG / Nadine Redlich

Fotos der Deportation

An einer anderen Station geben wir den Schüler:innen die Möglichkeit, sehr eindrucksvolle Fotografien zu untersuchen: Die Fotos zeigen die Deportation von jüdischen Menschen im April 1942 in der Stadt Brandenburg a.d. Havel – aufgenommen von den Tätern, am helllichten Tag.

Weitere Informationen

Dieser Workshop ist Teil des Angebots für Schulklassen im Brandenburg Museum. Weitere Formate finden Sie unter:
gesellschaft-kultur-geschichte.de/brandenburg-museum/angebote-fuer-schulen