Fotografinnen der Transformation: Christiane Eisler, Ute Mahler und Barbara Wolff im Gespräch mit Isabel Enzenbach

Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre

Christiane Eisler, Luxus Arbeit, 1990–1992, Sachsenring Automobilwerke GmbH Zwickau, 1991
Christiane Eisler, Luxus Arbeit, 1990–1992, Sachsenring Automobilwerke GmbH Zwickau, 1991

Veranstaltungsdetails

Die Jahre zwischen 1985 und 1995 markieren eine Phase tiefgreifender politischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Umbrüche. Das Podiumsgespräch „Fotografinnen der Transformation“ nimmt diese Dekade als Erfahrungsraum in den Blick und fragt danach, wie sich der Systemwechsel auf fotografische Praxis, Produktionsbedingungen und Bildsprachen ausgewirkt hat. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit konkreten Arbeiten aus der Ausstellung: Wie verändern sich Themen, Perspektiven und Arbeitsweisen in einer Zeit, in der Institutionen, Märkte und Öffentlichkeiten neu entstehen?

Ausgehend von ausgewählten Fotografien aus den 1980er- und 1990er-Jahren sprechen Christiane Eisler, Ute Mahler und Barbara Wolff über ihre Erfahrungen zwischen Auftragsarbeit und freien Projekten, zwischen neuen Chancen und strukturellen Unsicherheiten. Welche Rolle spielten Auftraggeber, Netzwerke und Öffentlichkeit? Welche Verschiebungen erlebte die ostdeutsche Fotigrafie in Sichtbarkeit und Rezeption nach der Wende? Und wie lesen wir diese Bilder heute, mit historischem Abstand?

Das Gespräch ist Teil der Brandenburgischen Frauenwochen und wird von der Kuratorin der Ausstellung, Isabel Enzenbach, moderiert.

Dauer: ca. 90 Minuten. Weitere Informationen zum Programm werden zeitnah veröffentlicht.

Mitwirkende

Christiane Eisler

Christiane Eisler ist seit den 1980er-Jahren freischaffend tätig. Ihre fotografische Ausbildung erhielt sie an der HGB in Leipzig. Früh entstanden Serien zu Jugendkulturen und Arbeitswelten im Transformationsprozess. 1990 gründete sie die Fotoagentur transit. Ihre Arbeiten dokumentieren soziale und industrielle Umbrüche in Ostdeutschland.

Ute Mahler

Ute Mahler ist seit den 1970er-Jahren freischaffend als Fotografin tätig. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig. In der DDR arbeitete sie unter anderem für die Zeitschrift Sibylle. 1990 war sie Mitbegründerin der Fotograf:innen-Agentur OSTKREUZ. Nach 1989/90 prägten vor allem bildjournalistische Arbeiten für nationale und internationale Medien ihr Werk. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Porträt, Mode und sozialdokumentarischer Langzeitbeobachtung.

Barbara Wolff

Barbara Wolff arbeitet seit Mitte der 1970er-Jahre freischaffend als Fotografin, Grafikerin und Illustratorin. Ihre Ausbildung führte sie zunächst in eine Fotografenlehre und anschließend an die HGB in Leipzig. 1985 übersiedelte sie in die Bundesrepublik. Ihre Arbeiten reichen von Fotografik und Buchgestaltung bis zu freien künstlerischen Projekten und stehen für biografische wie gesellschaftliche Übergänge.

Isabel Enzenbach

Isabel Enzenbach ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Sie forscht zur ostdeutschen Fotografie und Erinnerungskultur und kuratierte gemeinsam mit Anja Tack die Ausstellung „Das Weite suchen“.

Eintritt/Tickets

5 Euro, ermäßigt 3 Euro

Der Einlass erfolgt nur nach vorherigem Kauf eines Tickets. Eine Reservierung der Karten ist nicht möglich.

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