Brandenburg Museum

Braune Flecken – Rechte Gewalt in der DDR seit den 1980er Jahren

Podiumsgespräch im Rahmen der Ausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre“.

Ein Jahrzehnt im Umbruch – erzählt in Bildern
Mehr zur Ausstellung „Das Weite suchen. Fotografien der späten DDR und frühen 1990er-Jahre

Zeitungen in einem Koffer
Tageszeitungen der 90er Jahre mit Beiträgen über Rechtsextremismus in Brandenburg, Foto: N. Redlich

Veranstaltungsdetails

Rechte Gewalt und rechtsextreme Strukturen in der späten DDR sind lange Zeit wenig öffentlich thematisiert worden. Erst in den letzten Jahren rücken diese Aspekte stärker in den Fokus historischer Forschung und gesellschaftlicher Debatten.
Ausgehend von fotografischen Arbeiten in der Ausstellung, die Jugendmilieus, Migration und gesellschaftliche Spannungen sichtbar machen, widmet sich das Podium der Frage, welche Formen rechter Gewalt es bereits in den 1980er Jahren in der DDR gab und wie sich diese Entwicklungen bis in die frühen 1990er Jahre fortsetzten.

Im Gespräch treffen unterschiedliche Perspektiven aufeinander:

  • Die Schriftstellerin und Journalistin Manja Präkels bringt persönliche sowie literarische Zugänge ein.
  • Der Politikwissenschaftler Gideon Botsch vom Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien (MMZ) ordnet die Geschichte und Ideologie der radikalen Rechten historisch ein.
  • Der Historiker Nikolai Okunew vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) ergänzt die Runde mit seiner Forschung zu rechter Gewalt in den 1990er Jahren und zu Jugendsubkulturen in der späten DDR.

Moderiert wird das Gespräch von der Mitkuratorin der Ausstellung, Isabel Enzenbach.
Gemeinsam sprechen sie darüber, wie sie sich an diese Themen heute erinnern und erzählen lassen und welche Bedeutung sie für aktuelle Debatten haben.

Weitere Informationen zum Programm werden zeitnah veröffentlicht. 

Mitwirkende

Manja Präkels

Schriftstellerin, Journalistin und Musikerin. In ihren Romanen, Essays und Reportagen beschäftigt sie sich mit rechter Gewalt, ostdeutschen Lebenswelten und den gesellschaftlichen Umbrüchen seit 1989. Ihr Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ machte sie einem breiten Publikum bekannt.

Gideon Botsch

Politikwissenschaftler und Leiter der Emil Julius Gumbel Forschungsstelle Antisemitismus und Rechtsextremismus am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam. Er forscht seit vielen Jahren zur Geschichte und Ideologie der radikalen Rechten sowie zu Antisemitismus in Deutschland.

Nikolai Okunew

Historiker und assoziierter Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Er forscht zur Transformation von Medien und Lebenswelten in Ostdeutschland und arbeitete in seiner Dissertation zu Jugendsubkulturen in der DDR.

Isabel Enzenbach

Historikerin und assoziierte Wissenschaftlerin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Sie forscht zu ostdeutscher Fotografie und zur Migrationsgeschichte der DDR und ist Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin.

Eintritt

Veranstaltungsticket: 5 € / 3 € ermäßigt
berechtigt zusätzlich zum ermäßigten Eintritt in die Ausstellung (5 €)

Der Einlass erfolgt nur nach vorherigem Kauf eines Tickets. 
Eine Reservierung ist nicht möglich.