Filmmuseum Potsdam

Im Filmmuseum Potsdam: „BUNA eine Zeit“

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch von Fotografin Tina Bara und Filmwissenschaftlerin Cornelia Klauß.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ausstellung „Das Weite suchen“ statt.

Fotowand "Buna" mit Werken von Tina Barra
Fotoserie "BUNA" von Tina Barra in der Ausstellung "Das Weite suchen", Foto: Adam Sevens

Über den Film

„BUNA eine Zeit“ ist ein zweiteiliger Foto-Film, der historische Fotografien und Tonmaterial zu einer reflexiven Auseinandersetzung über Industrie, Umweltzerstörung und Erinnerungskultur im Spätsozialismus verbindet.

Ausgangspunkt sind Fotografien, die Tina Bara 1988 während eines Aufenthalts in den BUNA-Werken in Schkopau – teils offiziell, teils heimlich – aufnahm. Ursprünglich eingeladen, um Künstler:innen im Rahmen eines „Pleinairs“ im Zuge des Bitterfelder Wegs zu porträtieren, richtete sie ihren Fokus zunehmend auf die massive Umweltverschmutzung und die Arbeitsbedingungen im Umfeld des Chemiewerks. Im Film sind diese Fotografien nun erstmals vollständig zu sehen. 

Der Film verbindet sowohl ästhetische als auch politische Dimensionen des Materials und verknüpft sie mit aktuellen Recherchen zur Umweltgeschichte und persönlichen Erinnerungen.

Die Filmvorführung umfasst das Hauptstück mit den Fotografien von 1988 sowie einen filmischen Nachtrag von 2025, der den Blick aus der Gegenwart ergänzt. Im Filmmuseum kommt diese aktuelle Arbeit nun erstmals in einem Kino zur Aufführung

Im Anschluss an die Filmvorführungen treten Tina Bara und Cornelia Klauß (Sekretärin der Sektion „Film- und Medienkunst“ an der Akademie der Künste in Berlin) in einen offenen Austausch zur Entstehung und zum Hintergrund der Filme.

Filmdaten 

BUNA eine Zeit, 1988 / 2025
Foto-Film, 40 min.

HDV Video, 20 min.

Musik: Nino Sandow

Tina Bara (DE)

Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln

Mitwirkende

Tina Bara

Tina Baras Arbeiten beschäftigen sich mit der ostdeutschen Identität sowie dem weiblichen Körper. Bara engagierte sich in den 1980er Jahren in oppositionellen Frauengruppen der DDR und entwickelte eine stark persönliche, feministische Bildsprache. Seit 1993 ist Bara Professorin für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Ihre Werke befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Hamburger Bahnhof Museum für Kunst der Gegenwart in Berlin, der Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig.

Tina Barra
Tina Barra, Foto: Jörg Waehner
Cornelia Klauß

Aufgewachsen in Ost-Berlin. Erste Filmaktivitäten auf Super8. Studium der Filmwissenschaft an der HFF Babelsberg. 1990–2003 Kinoprogrammleitung beim Filmkunsthaus Babylon/Berlin. Mitglied der Auswahlkommissionen des Internationalen Kurzfilmfestivals Oberhausen und des Leipziger Dok-Filmfestivals. Autorin für Radiofeature, dramaturgische Beratung für Dokfilme, Herausgeberin und gelegentlich Regisseurin. Seit 2017 Leitung der Sektion Film-und Medienkunst an der Akademie der Künste.

Cornelia Klauß
Cornelia Klauß, Foto: Privat

Eintritt

8 Euro, ermäßigt 5 Euro

Bei Vorlage einer Eintrittskarte zur Ausstellung „Das Weite suchen“ erhalten Besucher:innen des Filmprogramms „BUNA eine Zeit” am 28.2.2026 einen ermäßigten Eintrittspreis von 5 Euro bzw. 3 Euro (ermäßigt). Ebenso gewährt das Brandenburg Museum bei Vorlage eines Tickets zum Filmprogramm einen vergünstigten Eintritt in die Ausstellung „Das Weite suchen“.

Anmeldung / Tickets

Eine Anmeldung ist aufgrund begrenzter Plätze empfohlen.
Anmelden können Sie sich an der Museumskasse des Filmmuseums Potsdam, telefonisch oder online.

Filmmuseum Potsdam
Breite Straße 1a / Marstall
14467 Potsdam

Telefon  +49 331 27 181-12

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Kontakt bei Fragen:
info@filmmuseum-potsdam.de

 

 

Tina Barra "BUNA"
Tina Barra "BUNA", Foto: Tina Bara

Hintergrund

Die Filmvorführung findet im Begleitprogramm der Ausstellung „Das Weite suchen“ statt. Diese zeigt Fotografien aus den 1980er- und frühen 1990er-Jahren und beleuchtet eine Gesellschaft im Umbruch. Dabei werden Brüche und Kontinuitäten des „langen Jahrzehnts der Wende“ sichtbar und laden zu einer erneuten Auseinandersetzung mit der Transformation in Ostdeutschland ein.

In der Ausstellung sind Auszüge von Tina Baras fotografischer Arbeit „BUNA“ zu sehen. Neben ihrer zeigen weitere Serien, wie sich der Blick auf eines der zentralen Motive der DDR – Arbeit und Arbeitsstätten – veränderte. Film und Ausstellung treten an diesem Abend in einen Dialog. Tina Baras filmische Arbeit reflektiert die Bildwelt der DDR jenseits dokumentarischer Grenzen und eröffnet eine zusätzliche Ebene, die Fragen nach Sichtbarkeit und Erzählmacht stellt.

 

Das Filmprogramm findet in Kooperation mit dem Filmmuseum Potsdam statt.

 

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