In Echt? – Die Ausstellung to go – Zum Ausleihen

Wand der mobilen Ausstellung
Wand mit Lebensläufen, Foto: BKG / N. Redlich

Die Ausstellung to go – Als Komplettpaket zum Ausleihen für Museen, Gedenkstätten, Schulen und Bildungseinrichtungen

Von der Zeitzeugenschaft zur mobilen Ausstellung

Diskussionsrunde
Gespräch mit Jugendlichen, Foto: BKG / N. Redlich

In einer Zeit, in der immer weniger Zeitzeug:innen persönlich berichten können, Wissen über die NS-Zeit brüchiger wird und antisemitische sowie rassistische Einstellungen wieder sichtbarer werden, gewinnt die Frage nach zeitgemäßer Erinnerungsarbeit neue Dringlichkeit.
„In Echt?“ setzt genau hier an: Wie kann historisches Lernen heute gelingen und das emotional zugänglich, reflektiert und medienkritisch zugleich?

Aus volumetrisch aufgezeichneten Interviews mit NS-Zeitzeug:innen entstand eine mobile VR-Ausstellung, die 2023 durch das Land Brandenburg tourte. Rund 1.400 Schüler:innen nahmen am begleitenden Workshop-Programm teil.
2025, 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, war die Ausstellung bundesweit in acht Bundesländern kostenfrei zu erleben.

Aufgrund des großen Wunsches nach einer dauerhaft einsetzbaren Wanderausstellung entwickelte das Projektteam eine flexibel und modular konzipierte Ausstellung für den Innenbereich. Sie ist so gestaltet, dass sie an sehr unterschiedlichen Orten in ganz Deutschland gezeigt werden kann – von Schulen über Museen bis hin zu kommunalen Einrichtungen.

Was kann man in der Wanderausstellung "In Echt? -to go" sehen?

Schülerin mit VR-Brille
Schülerin mit VR-Brille, Foto: BKG / Nadine Redlich

Virtuelle Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden
Treten Sie in einen virtuellen Raum und begegnen Sie Holocaust-Überlebenden auf eine neue, intensive Weise.
Die volumetrische Aufnahmetechnik erfasst nicht nur Bild und Ton, sondern die gesamte räumliche Präsenz der Menschen. So entsteht eine Erfahrung, die fast so wirkt, als wären die Zeitzeug:innen tatsächlich im Raum anwesend.

Die VR-Erfahrung eröffnet damit einen besonderen Zugang zur Erinnerung: persönlich, nahbar und zugleich reflektiert eingebettet.

Das erwartet Sie

  • VR-Begegnungen mit verschiedenen Zeitzeug:innen und ihren Lebensgeschichten
  • Einblicke in die volumetrische Aufnahmetechnologie und ihre Produktionsbedingungen
  • Raum für eigene Reflexion und Austausch
  • Einblicke in die Entstehung dieser besonderen Form der Erinnerungsarbeit, von den technischen Voraussetzungen im Aufnahmestudio bis zur fertigen VR-Experience

Sie möchten die Ausstellung zu sich holen?

Arbeitsmittel wie Kugelschreiber oder Sticker auf einer Ablage
Karten für Meinungs-Pinnwand, Foto: BKG / Nadine Redlich

NS-Zeitzeugenschaft in Ihrer Region
Gemeinsam bringen wir die Ausstellung dorthin, wo Menschen lernen, erinnern und ins Gespräch kommen.
Ob Schule, Museum, Kultureinrichtung oder Gemeindezentrum – wir unterstützen Sie bei Organisation und Durchführung.
Die modulare Ausstellung passt sich flexibel an unterschiedliche räumliche Gegebenheiten an.

Bildung und Vermittlung

Eigenständig lernen. Gemeinsam reflektieren.
Unser Konzept verbindet selbstständiges Entdecken mit angeleiteter Reflexion.
VR-Erlebnisse, biografische Zugänge und kreative Methoden sprechen unterschiedliche Lerntypen an und fördern emotionale wie analytische Kompetenzen.


Das Angebot auf einen Blick

  • Individuell anpassbares Bildungsprogramm
  • Ausstellung mit moderner VR-Technologie in Ihrer Nähe
  • Technische Begleitung während des Besuchs
  • Pädagogisches Material zur Vor- und Nachbereitung
  • Interaktiver, selbst geführter Ausstellungsbesuch

Der Ausstellungsbesuch

Zielgruppe: Klassenstufen 10–13 & Jugendgruppen ab 14 Jahren
Gruppengröße: max. 20 Teilnehmende + Betreuung
Dauer: 120 Minuten
Kosten: kostenfrei

Die Jugendlichen erkunden die Ausstellung in Kleingruppen (2–4 Personen)
mithilfe eines strukturierten Fragebogens. Nach einer kurzen Einführung durch die Lehrkraft
durchlaufen sie sechs Themenstationen:

  • VR-Experience mit Zeitzeug:innen
  • Erklärvideo zur Volucap-Technologie
  • Biografien studieren
  • Emotionale Analyse des VR-Raums
  • Vergleich von 2D- und 3D-Interviews
  • Reflexion eigener Erinnerungsprozesse

Das Ausstellungspersonal unterstützt bei technischen Fragen.
Der Besuch endet mit einer gemeinsamen Sammelrunde erster Eindrücke.

Download: Handreichung


 

Das grüne "In Echt?"-Logo auf einem weißen Truck.
Das "In Echt?"-Logo auf dem Truck, Foto: Adam Sevens

Mehr über das Projekt

Hier finden Sie vertiefende Hintergrundinformationen zum Projekt, lernen das Team sowie die Partner:innen kennen und erhalten einen Überblick über das seit 2022 bestehende „In Echt?“-Projekt.

Darüber hinaus erfahren Sie, welche pädagogischen und kuratorischen Überlegungen dem Projekt zugrunde liegen, wie digitale Technologien in der Vermittlung von Zeitzeug:innenberichten eingesetzt werden und welche Ziele „In Echt?“ im Spannungsfeld von Erinnerungskultur, Bildung und Gegenwartsbezug verfolgt.

Virtuelle Begegnung mit Zeitzeug:innen – der VR-Workshop
Jugendliche beim Betrachten von Fotos aus dem Aarolsen Archive, Foto: BKG / Nadine Redlich

Bildungsangebot

Unser Bildungsprogramm vertieft zentrale Themen wie NS-Zeit, Exil und Shoah und fördert Empathie sowie kritisches Denken.
Ein besonderer Fokus liegt auf Medienkompetenz: Wie entstehen digitale Zeitzeug:inneninterviews?
Was bedeutet Authentizität in der Erinnerungskultur?

Gleichzeitig richtet sich der Blick auf das Heute: Rassismus und Antisemitismus erkennen, Toleranz stärken und die eigene Haltung reflektieren.

Presseinformationen und Materialien

Presse & Medien
Für Ihre Berichterstattung zu „In Echt?“ stellen wir Ihnen aktuelle Presseinformationen, Bildmaterial
sowie Ansprechpartnerinnen für Medienanfragen zur Verfügung.

Ansprechpartnerinnen Presse

Andrea Glaß
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

presse@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Tel. +49 331 620 85 49

Paulina Roth
Leitung Marketing, Kommunikation und Veranstaltungen

presse@gesellschaft-kultur-geschichte.de

Tel. +49 331 620 85 84
Mobil +49 1523 8936 832