Konferenzraum
Seelenadel und Geburtsadel – Wilhelmine von Lichtenau und Friedrich Wilhelm II.
Ein Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Die Frauen der Hohenzollern – Dynastie, Netzwerk und Familie“ veranstaltet vom Historischen Institut der Universität Potsdam und dem Research Center Sanssouci /RECS) in Kooperation mit dem Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte und der Brandenburgischen Historischen Kommission
Die bürgerliche Wilhelmine Enke erreichte am preußischen Hof des späten 18. Jahrhunderts großen Einfluss. Weniger als Mätresse des Prinzen von Preußen Friedrich Wilhelm, sondern vielmehr als enge Freundin und Beraterin des Königs nach dessen Thronbesteigung. Ihre Beziehung war im dynastischen Räderwerk ein explosiver Störfaktor und vor allem für die weiblichen Akteure existenzbedrohend. Die Spannung zwischen dem politisch-dynastischen Haushalt des Königs und der in persönlicher Nähe begründenden Familie Friedrich Wilhelms zeigt beispielhaft, wie die Normen der dynastischen Familie im späten 18. Jahrhundert durch das Konzept der „romantischen Liebe“ unter Druck gerieten.
Referent:
Alfred Hagemann, Berlin
Eintritt
Der Eintritt ist frei.